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Nachhaltig feiern: Warum weniger wirklich mehr ist

Nachhaltig feiern: Warum weniger wirklich mehr ist


Die Party war ein voller Erfolg, alle Kinder sind glücklich und zufrieden. Was bleibt sind viele schöne Erinnerungen – und nicht selten ein riesiger Müllberg.

Das muss doch auch anders gehen! Hier kommen unsere Tipps für bewusstes Feiern, mit denen du die Umwelt und ganz nebenbei auch noch den Geldbeutel schonst.

Ein Meer aus bunten Luftballons, lustig bedruckte Pappteller und ordentlich Spielzeug für die Mitgebsel-Tüten. Zugegeben, das alles kann optisch schon eine Menge hermachen. Aber nur für kurze Zeit. Denn früher oder später landet das ganze Party-Equipment in der Tonne, und damit aus den Augen und aus dem Sinn. Höchste Zeit zum Umdenken: Kindergeburtstag feiern macht schließlich genauso viel Spaß, wenn man dabei auch ein bisschen an die Umwelt denkt.

Tipp: Werde wahrer Profi im Kindergeburtstag feiern, indem du unsere Tipps & Tricks zur Organisation befolgst.

Essen & Trinken: Umweltbewusst einkaufen

Klar, die Versuchung ist groß. Das Netz ist voll mit tollen Party-Rezepten, das Angebot im Supermarkt riesig. Und ehe man sich versieht, hat man wieder zu viel gekauft und vorbereitet. Aber wer braucht wirklich eine Festtafel, die vor lauter Häppchen, Törtchen und Trinkpäckchen fast zusammenbricht? Eben! Deswegen ist es viel besser, sich vorher ganz genau zu überlegen, was auf den Tisch kommen soll und was dafür wirklich benötigt wird. Beim Einkaufen gilt dann folgender Fahrplan: Doppelt und dreifach in Plastik verpackte Lebensmittel und Säfte in Tetrapacks kommen möglichst nicht in den Einkaufskorb, dafür aber Getränke in Glasflaschen sowie saisonales und regionales Obst und Gemüse. Auf Regionalität setzt du auch, wenn es etwas Fleisch zur Party geben soll – natürlich in Bio-Qualität und frisch von der Theke (Tupperboxen zum Einpacken nicht vergessen!). Auf unnötiges Verpackungsmaterial verzichtest du außerdem, wenn du auf selbst gebackene Kuchen und Törtchen setzt. Mit praktischen Silikon-Backformen kommen Cupcakes, Muffins & Co. auch gut ohne Wegwerf-Papierförmchen aus.


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Auf dem Esstisch: Kein Platz für Plastik

Es ist schon ganz praktisch, dieses Einweggeschirr – kein Teller geht zu Bruch, kein Glas muss nach Gebrauch gespült werden. Der Umwelt tut es weniger gut. Du kannst stattdessen auf biologisch abbaubare Varianten setzen oder aber auf wiederverwendbares Kunststoffgeschirr, das sich auch noch beim nächsten Picknick oder Camping-Ausflug gut macht. Die einfachste Lösung steht aber bei dir zu Hause im Küchenschrank: Geschirr aus Porzellan oder Emaille wertet im Zusammenspiel mit schönen Blumen (in Töpfen) und anderer Natur-Deko (Beeren, Blätter, Tannenzapfen) jede Festtafel im Nu auf. Und der Gabel aus Edelstahl brechen – anders als der aus Plastik – nicht beim kleinsten essbaren Widerstand schon die Zinken ab. Schokokuchen-Finger werden an waschbaren Stoffservietten abgewischt, und Karaffen und Gläser dürfen auf dem Esstisch selbstverständlich auch nicht fehlen. Anders als einer der größten Party-Umweltsünder: der Plastik-Strohhalm. Der soll bald vom europäischen Markt verschwinden, treibt sich bis dahin aber weiter munter in Fast-Food-Restaurants, im Nachtleben und auch auf Kinderfeiern rum. Dabei gibt es Alternativen, etwa aus Papier, Bambus, Glas oder Edelstahl. Oder du verzichtest ganz auf Trinkhalme. Genauso wie auf bunte Partyschirmchen. Mit etwas essbarer Deko im Glas wird sie niemand vermissen.


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Party-Zubehör: Keep it simple

Minimalismus liegt weiterhin voll im Trend – und das passt super zum Thema Nachhaltigkeit! Der Weg zur gelungenen Fete führt eben nicht durch Berge bunter Luftballons. Ein paar Exemplare tun es auch schon, und die bestehen dann komplett aus Naturkautschuk. Ansonsten gilt in Sachen Deko nicht neu kaufen, sondern erfinderisch werden: Aus Stoffresten werden bunte, wiederverwendbare Wimpel-Girlanden gezaubert, Konfetti kommt auch gut ohne Glitzer aus und kann aus farbigem Papier gestanzt werden. Verkleidungen für Kostüm- und Motto-Partys müssen nicht als Polyester-Wegwerf-Ware für teures Geld gekauft werden. Schon ein beherzter Griff in den Schrank und etwas Fantasie reichen aus, um aus den Kindern kleine Gespenster, Superhelden oder Piratinnen zu machen. Eine tolle Sache sind auch Kostüm-Verleihkisten, die nach gefeierter Party unkompliziert wieder zurückgegeben werden können.





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Nachhaltige Gastgeschenke: DIY & Upcycling

An den Mitgebseln scheiden sich die Geister: Für die einen sind die Geschenk-Tüten zum Abschluss jeder Kinderfeier ein Muss. Die anderen finden, es geht auch ohne. Was auf jeden Fall nicht geht, sind bis zum Rand mit Plastik-Spielzeug und einzeln verpackten Süßigkeiten gefüllte Kunststoff-Tüten. Eine Menge Müll, die du ganz einfach vermeiden kannst. Denn einen viel größeren Wert haben die Give-Aways doch, wenn die kleinen Gäste sie selbst hergestellt haben und dann stolz mit nach Hause nehmen können. Tolle Ideen für DIY-Gastgeschenke gibt es wie Sand am Meer: Selbst gemachte Badekugeln, Wildblumen-Samenbomben, bemalte Stoffservietten und und und. Zusammen mit ein paar Keksen und unverpacktem Süßkram wandern die persönlichen Werke dann in bunt angepinselte Butterbrot-Tüten. Oder vielleicht in selbst gestaltete Jutebeutel? Ein nachhaltiger Party-Kracher ist auch das Upcycling alter Dinge, die sonst im Müll landen würden: Aus Klopapierrollen können die Kleinen zum Beispiel Stiftehalter basteln oder Tetrapacks zu Rennautos, Puppenhäusern oder Blumentöpfen umfunktionieren.

Auf dem Blog von smarticular findest du noch mehr tolle Ideen für nachhaltige Mitgebsel.


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Geschenke für das Geburtstagskind: Clever verpackt

Für das Geburtstagskind zählt die Gechenkeübergabe ganz sicher zu den Highlights auf dem Party-Programm. Und da dürfen schönes Geschenkpapier und bunte Bänder nicht fehlen – auch wenn beides anschließend im Müll landet. Oder? Fest steht, ganz ohne Verpackung gehen Vorfreude und Überraschungseffekt beim Auspacken flöten. Aber der Umwelt zuliebe kannst du auf nachhaltigere Alternativen setzen: Geschenke können auch in Zeitungspapier oder in bemalte Packpapier-Reste eingeschlagen werden. Als Geschenkpapier-Ersatz dient auch das japanische Furoshiki, ein quadratisches Tuch, das kunstvoll um das Geschenk gefaltet und geknotet wird. Wenn das Kinderzimmer aber vor lauter Krimskrams überquillt und zum Geburtstag das x-te Spielzeugauto droht, könntest du auch die Verwandschaft bitten, dem Geburtstagskind statt materieller Dinge lieber gemeinsame Erlebnisse wie einen Ausflug, einen Camping-Trip oder einen Zoo-Besuch inklusive Übernahme einer Tierpatenschaft zu schenken.


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Besser halbe Sachen machen als gar nichts

Gleich eine komplett müllfreie Fete auf die Beine zu stellen ist super, aber erstmal nicht einfach. Manche lieb gewonnenen, jedoch nicht gerade umweltfreundlichen Party-Gewohnheiten lassen sich nämlich gar nicht so leicht abschütteln. Aber auch wenn du dir zunächst in Teilen vornimmst, nachhaltiger zu feiern, ist der Umwelt damit schon ein kleines Stück weit geholfen. Du verzichtest auf Einweggeschirr, Plastik-Strohhalme und Papierservietten? Einzeln abgepackter Süßkram kommt bei dir nicht in die (Geschenk-)Tüte? Du lässt das Auto stehen, wenn du mit der Kinderschar zur Party-Location fährst? Das ist doch schon mal ein guter Anfang.

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